KI-Fahrschule – informelle Kompetenzvermittlung zu GenKI

1. Oktober 2026

Aus der Forschung in die Praxis: Die KI-Fahrschule kommt

Wer Auto fährt, braucht einen Führerschein. Wer mit KI arbeitet, bisher nicht. Dabei entscheidet auch hier nicht nur die Technik, sondern vor allem, wie wir sie nutzen. Mit der KI-Fahrschule bringen wir die Erkenntnisse aus MenschKI! dorthin, wo sie gebraucht werden: in den Arbeitsalltag.

Aus der Forschung gelernt

KI-Werkzeuge sind in vielen Büros längst angekommen. Texte entwerfen, Informationen zusammenfassen, Ideen sammeln – die Möglichkeiten sind groß. Der Nutzen hängt weniger davon ab, ob Menschen KI einsetzen, sondern wie. Wer Ergebnisse kritisch prüft, die eigenen Ziele klar formuliert und weiß, wann KI hilft und wann nicht, arbeitet nicht nur effizienter, sondern auch souveräner.

Genau diesen reflektierten Umgang haben wir auf Grundlage der Reflective Use Theory untersucht. Jetzt gehen wir den nächsten Schritt: Mit dem Transferprojekt KI-Fahrschule machen wir diese Erkenntnisse für alle zugänglich, die KI in ihrer Arbeit nutzen wollen.

Was ist die KI-Fahrschule?

Die KI-Fahrschule ist eine eigenständige Lernplattform, die auf den Ergebnissen von MenschKI! aufbaut. Sie richtet sich an Wissensarbeiterinnen und -arbeiter und Arbeitnehmende aller Branchen. Eigene Module für Führungskräfte unterstützen sie dabei, KI verantwortungsvoll im Team zu verankern.

Die Plattform ist modular aufgebaut. Jedes Modul schließt mit einem Zertifikat ab: einem KI-Führerschein. So lässt sich Schritt für Schritt Kompetenz aufbauen und sichtbar machen.

Lernen, wo es passiert

Was die KI-Fahrschule von klassischen Schulungen unterscheidet: Sie setzt auf informelles Lernen. Statt Folien und Frontalunterricht stehen Ausprobieren, Üben an konkreten Aufgaben und der Austausch mit anderen im Mittelpunkt. Learning by doing, learning on the job – so, wie wir Kompetenzen im Arbeitsalltag ohnehin am nachhaltigsten erwerben.

Dabei geht es nicht nur darum, die richtigen Knöpfe zu kennen. Ziel ist, das eigene Handeln mit KI zu verstehen und bewusst zu gestalten: Was will ich erreichen? Was liefert mir die KI tatsächlich? Und wie bewerte ich das Ergebnis?

Der erste Führerschein: Reflektiert prompten

Ende dieses Jahres geht die KI-Fahrschule mit ihrem ersten Modul an den Start: „Reflektiert prompten lernen“. Hier lernen Nutzende direkt anhand praktischer Aufgaben, wie ein guter Prompt aufgebaut ist. Gleichzeitig regt das Modul dazu an, das eigene Promptingverhalten zu hinterfragen: Welche Gewohnheiten habe ich? Wo verschenke ich Potenzial? Und wie komme ich gezielter zu brauchbaren Ergebnissen?

Weitere Module sind bereits in Planung.

Warum sich das lohnt

Für Arbeitnehmende:

  • Sicherheit im Umgang mit KI – statt Ausprobieren nach dem Zufallsprinzip
  • Kritisches Urteilsvermögen: KI-Ergebnisse einschätzen, prüfen und verantwortungsvoll einsetzen
  • Ein sichtbarer Kompetenznachweis durch die KI-Führerscheine
  • Lernen, das in den Alltag passt – praxisnah, flexibel und direkt anwendbar

Für Führungskräfte:

  • Orientierung, wie KI im Team sinnvoll eingeführt und begleitet werden kann
  • Grundlagen für eine Lernkultur, in der Mitarbeitende KI selbstbestimmt und reflektiert nutzen

Was die KI-Fahrschule besonders macht

Viele KI-Schulungen zeigen, was Tools können. Die KI-Fahrschule setzt früher an: beim Menschen, der sie nutzt. Sie verbindet wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse aus der Forschung mit einem praxisnahen, informellen Lernansatz – und rückt die Reflexion des eigenen Handelns in den Mittelpunkt. Denn Tools ändern sich schnell. Die Fähigkeit, sie bewusst und kritisch einzusetzen, bleibt.

Kurz gesagt: Nicht die KI soll steuern – sondern wir.

Bleiben Sie dran

Die KI-Fahrschule startet Ende dieses Jahres. Den genauen Starttermin und weitere Einblicke teilen wir rechtzeitig hier auf dem Blog und auf LinkedIn. Folgen Sie uns auf LinkedIn, um nichts zu verpassen.